Strände gibt es in nahezu allen Urlaubsregionen am Wasser. Dies ist bei Rügen nicht anders, doch bietet die Ostseeinsel weitaus mehr als man auf den ersten Blick erwartet. Für viele Touristen sind – mal abgesehen von einigen jungen Menschen – reine Strandurlaube eher eintönig. Neben Sonne und Wasser braucht der Traumurlaub vor allem eines – Abwechslung. Nicht nur wenn Petrus von oben für Wassernachschub sorgt sollten Ausflugsmöglichkeiten kultureller Art vorhanden sein.
Rügen ist mit seinen 927 Quadratkilometern ein wenig größer als Berlin. Nur leben auf der Ostseeinsel nicht über 3 Millionen Menschen, sondern nur etwa um die 75.000. Entsprechend groß ist der Freiraum, den man in der Nebensaison auf Rügen genießen kann. Und noch eine eindrucksvolle Zahl beweist Rügens Einzigartigkeit: 574 Kilometer Küstenlinie. Das ist zum Beispiel länger als die deutschen Grenzen zu den Ländern Frankreich, Polen oder den Niederlanden.
Schon die Küsten Rügens bieten eine ausgesprochene Vielfalt. Lange, breite Sandstrände kennzeichnen die Ostküste der Insel zwischen Prora und Thiessow auf Mönchgut. Im Süden finden sich reizvolle, einsame Boddenstrände, welche zum Angeln und zu Wassersportaktivitäten einladen. Oder einfach zu einem abendlichen Picknick am Wasser. Im Norden der Insel befindet sich die Steilküste mit dem Kap Arkona und den berühmten Kreidefelsen. Diese besteht zum Teil aus Kreide und gibt dem Besucher einen malerischen Anblick. Nicht nur Caspar David Friedrich konnte sich diesem nicht entziehen.
Sehenswerte Natur gibt es überall auf der Insel. Diese kann von einem Hotel Rügen erkundet werden. Höhepunkte sind sicherlich die erwähnten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund. In diesem gibt es auch ein UNSECO Weltnaturerbe – einem Teil der Rotbuchenwälder dort wurde dieser Titel verliehen. In der gleichen Region zwischen Bergen und Sassnitz befinden sich auch die bekannten Feuersteinfelder. Natur auf Rügen erkunden kann man am besten auf dem Fahrrad und in der Nebensaison. Inzwischen ist das Radwegenetz an den meisten Orten gut ausgebaut.
Auf sämtliche kulturelle Möglichkeiten Rügens einzugehen würde den Rahmen sprengen. Daher hier nur eine kleine Auswahl. Museen und ähnliche Ausstellungen gibt es auf Mönchgut (u.a. das Schulmuseum Middelhagen sowie das Museumschiff in Göhren), im Jagdschloss Granitz, in Gingst (Mineaturenpark mit zahlreichen Wahrzeichen im Kleinformat) und in Prora (KdF-Museum und NVA-Museum). Vom Jagdschloss Granitz hat man bei klarer Sicht zudem einen wunderschönen Blick über Teile der Insel. Bekannte Theaterbühnen gibt es in Ralswiek und Putbus. In Putbus gibt es ein vielfältiges Programm, während die Naturbühne Ralswiek mit dem größten Open-Air Theaterstück Deutschlands aufwartet. In diesem kämpft der Seeräuber Klaus Störtebeker jeden Sommer mit einer guten Prise Humor zu Zeiten der Hanse im Mittelalter. Das abschließende Feuerwerk in der Nacht ist von weiten Teilen Rügens aus zu sehen. Ein kulturell interessantes Transportmittel findet man in dem „Rasenden Roland“. Diese dampflokbetriebene Schmalspurbahn verkehrt zwischen Putbus und Göhren und vermittelt Reisenden ein Gefühl vom Bahnfahren vor über einem Jahrhundert. Bei gemächlichen 30 Kilometern pro Stunde geht es durch unter anderem Binz, Sellin und Göhren – ein Ausflug in diese mondänen Ostseebäder lässt sich vom Rasender Roland aus also auch leicht realisieren.
Im Westen Rügens befindet sich zudem ein bemerkenswertes Eiland – die Insel Hiddensee. Dort kann man einen besonders ruhigen und entspannten Urlaub genießen. Die langgestreckte kleine Nebeninsel Rügen ist komplett autofrei und damit ideal für Spaziergänge oder Müßiggang.